Nach rund 17 Jahren ohne Faschingszug erlebte der Gemünnemer Fasching Anfang der 2000er Jahre eine bemerkenswerte Wiederbelebung.
Der entscheidende Impuls ging vom 60. Geburtstag von Gert Pröschl am 07. September 2001 aus. Zu diesem Anlass organisierten Freunde ein kleines, improvisiertes „Überraschungs-Faschingszüchle“ im Ostring.
Diese spontane Aktion erwies sich im Rückblick als Generalprobe für den späteren Neustart des Gemünnemer Faschingszuges.
Am 09. Februar 2002 fand schließlich das erste Gemünnemer Trottoirzüchle der Neuzeit statt.
Die Organisatoren Gert Pröschl und Manfred Blam rechneten zunächst mit einem kleinen Zug, vor allem für die damaligen Faschingsakteure.
Doch der unerwartet große Zuspruch von Teilnehmern und Zuschauern führte schnell zu einer dauerhaften Wiederbelebung des traditionellen Faschingsgeschehens.
Das Gemünnemer Trottoirzüchle blieb seinem ursprünglichen Charakter treu: Ein Straßenzug, bei dem jeder mitmachen kann, ohne auf große Motivwagen oder Vereinskorsos angewiesen zu sein.
Die traditionellen „Wächelich“ – kreativ gestaltete, handgezogene Wagen und Figuren – belegen bis heute den besonderen, bodenständigen Charme dieser Veranstaltung.